Warum Burmakatzen?

Wie vermutlich in fast jeder Familie, wird von den eigenen Kindern irgendwann der dringende Wunsch nach einem eigenen Haustier geäußert. So war es auch bei uns. Zu diesem Zeitpunkt waren unsere beiden jüngsten Sprösslinge noch in der Grundschule.  Von ihrer Seite aus sollte das gewünschte Familienmitglied  in erster Linie anhänglich und kuschelig sein, demnach ein weiches Fell haben und  sich selbstverständlich freuen, wenn man nach Hause kommt, tagaktiv  und keine „Dauer-Schlaftablette“ sein. Von unserer Elternseite aus sollte es eine sichtbare, aber nicht zu ausladende Körpergröße haben,  möglichst pflegeleicht – am besten „selbstreinigend“  und geruchsarm sein ,  das Fell optimaler Weise unauffällig verlieren, ein freundliches, sich einfügendes und unanstrengendes Wesen haben und wenn möglich reisetauglich sein.

Unsere zu diesem Zeitpunkt bereits verstorbenen Wüstenrennmäuse konnten zwar viele der genannten Kriterien erfüllen, aber mit den wichtigsten Faktoren des  Sich-freuens und der Anhänglichkeit haperte es doch eher – von ihrer Körpergröße, die eher zu Suchaktionen einlud – ganz zu schweigen. Da mein Mann und ich beide berufstätig waren, wir bereits einen Hund besessen hatten und  unsere Kinder durch diverse Hobbies auch nachmittags häufig  unsere „Dienste“  beanspruchten, kam ein solcher aufgrund der häufigen Spaziergänge nicht in Frage.

In Anbetracht dieser Überlegungen geriet die Anschaffung  einer  Katze in unser Visier. Viele unserer Nachbarn besaßen ganz normale Hauskatzen, die täglich unseren Garten durchstreiften. Fragten wir sie jedoch nach der Anhänglichkeit ihrer Mitbewohner, hörten wir oft, dass diese oft ihr ganz eigenes und von der Menschenfamilie unabhängiges Leben führten. Sie kamen zum Fressen vorbei, schlüpften bei schlechtem Wetter unter und holten sich ab und an eine Streicheleinheit ab. Das war nicht das, was sich unsere Kinder vorstellten.

Es folgte eine ausgiebige Internetrecherche, die uns letztendlich zu der Rasse der  Burma-Katze führte. Ihr soziales Wesen wurde so ausgiebig propagiert, dass wir neugierig wurden. Es war von „Hundekatze“ bzw. „Begleitkatze“ die Rede. Allerdings wurde bei einschlägigen Züchterseiten auch darauf aufmerksam gemacht, dass gerade dieses soziale Wesen dazu führte, dass eine Burma-Katze nicht allein gehalten werden sollte, sofern der oder die Besitzer für mindestens einen halben Tag außer Haus waren. Man sprach von drohender Vereinsamung durch den Mangel an Ansprache. Uns wurde schnell klar, dass wir nicht nur eine, sondern zwei Burma-Katzen brauchten. In der Hoffnung, dass sich die häusliche Freude verdoppeln würde, fanden wir sehr verantwortungsvolle Hobbyzüchter mit Kindern, von denen wir jeweils eine Burma-Katzendame erwerben durften.

Über diese Wahl freuen wir uns noch heute, denn unsere sehr hohen Erwartungen wurden beinahe vollends erfüllt!

Uns gefällt, dass die Burma-Katze zu einer zierlicheren Rasse zählt, die sich sehr geschmeidig bewegt, sehr muskulös und somit etwas pantherartig wirkt. Wir mögen das dichte, kurze, feine seidig-glänzende Fell, das eng am Körper anliegt und somit der eigenen Hand schmeichelt. Hinzu kommt,  dass es sehr dünne Unterwolle besitzt, weshalb diese Rasse weniger haart, als es bei anderen üblich ist. Was uns aber am meisten anspricht, ist das überaus familienkompatible und anhängliche Wesen. Kommt jemand von uns nach Hause oder Besuch klingelt, wird er meist erwartungsvoll im Flur begrüßt, Einkäufe werden neugierig überprüft und die Kinder entladen ihren eventuellen Schulstress auf natürliche Weise, indem sich unsere Schützlinge willig für Liebkosungen zur Verfügung stellen. Gern kuscheln sie sich auf den Schoß, Hausaufgaben werden auf dem Schreibtisch sitzend aufmerksam überwacht und nachts ist ein Plätzchen im warmen Bett sehr willkommen, jedoch kein Muss.

Sogar das Reisen ist mit vielen Burma-Katzen gut möglich. Allerdings müssen wir zugeben, dass es von Typ zu Typ unterschiedlich ist und vermutlich von klein auf geübt werden sollte. Während eine unserer Damen die Fahrgeräusche und –bewegungen des Autofahrens mit beständigem Mauzen kommentiert, ist die andere Katzendame absolut entspannt und verschläft die Fahrten. Im Zieldomizil angekommen erkunden aber beide neugierig die Umgebung und gewöhnen sich schnell ein. Somit benötigen wir nicht unbedingt einen Haus-Katzensitter, sollten wir im Urlaub ins Ausland fahren.

Bereits wenige Monate nach der Anschaffung unserer Katzen war uns klar, dass wir gern von jeder von ihnen einmal Nachwuchs hätten. Der erste bezaubernde Wurf aus dem Frühjahr 2015 kann auf der Seite „Bisherige Würfe“ angesehen werden. Die zweite Wurfplanung ließ nicht lange auf sich warten. Die nächsten Babies purzeln Mitte Januar in unser Leben. Wie es danach weiter geht, darf mit Spannung verfolgt werden.